15,5x23, 3 Pappbände, 940, 436, 488 Seiten, Band 2 nicht aufgeschnitten, Band 1 bis Seite 120, Band 3 zur Gänze aufgeschnitten, gut erhalten mit leichter Lösung des Deckels bei Band 1, Eigentumsvermerke mit Bleistift.
            Karl Berschke (1879-1946) war ein deutscher Literaturhistoriker aus Baden, deutlich geprägt vom süddeutschen Katholizismus und regionalem Deutschnationalismus (Überlegenheit der Süddeutschen in Reich und Geschichte). Trotz Affinität zum Nationalsozialismus wurde er 1933 in „Schutzhaft“, 1934 in den Ruhestand versetzt, 1937 aus dem Schriftstellerverband ausgeschlossen. Er galt als Agent eines politischen Katholizismus. Nach dem Anschluss Österreichs ventilierte er seine Pläne zur Herausgabe von Predigten Abrahams a Sancta Claras, die er in der Handschriftensammlung der Wiener Nationalbibliothek gefunden hatte. (Er bemühte sich übrigens auch um eine Heiligsprechung des Mönchs: süddeutsch, katholisch, antijudaistisch.) Die ersten beiden Bände von 1943 und 1944 tragen auf dem Deckel den Vermerk „unter Förderung des Reichsstatthalters in Wien Reichsleiter Baldur von Schirach“. Der Vermerk fehlt auf dem dritten Band, der Eigentumsvermerk trägt das Datum „28. 7. 1945“.