Bruno Brehm (1892 -1974), typischer Vertreter vaterländischer, dann nationalsozialistischer, dann konservativer Literatur. Sein Erfolg als Schriftsteller gründet auf der Trilogie vom Weltkrieg, worin das Ende der österreichisch-ungarischen Monarchie beschrieben wird. Der Ton, den Brehm anschlägt, ist populär, klischeehaft und anekdotisch, worin sich die reaktionäre Grundstimmung verbirgt. In der Nazizeit war Brehm Herausgeber des getreuen Eckhard, Leiter der Wiener Kulturvereinigung und wurde für die Weltkriegstrilogie geehrt. Nach dem Weltkrieg kurz verhaftet, versuchte er sich 1960 in einer zweiten Trilogie (über den zweiten Weltkrieg), die aber den populistischen Ton der ersten nicht traf und erst recht nicht die Auseinandersetzung mit Hitlers Geschichte bewältigte (und seiner eigenen Verstrickung). Dennoch gilt Brehm als österreichischer Dichter, der auch noch nach 1945 geehrt wurde.

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