13,5x50,5, 398 Seiten, schwarzes Leinen mit gelber Prägung auf Deckel und Rücken, Deckel und Rücken abgenutzt, Gelenke gelockert, innen gut, Eigentumsvermerke auf dem Vorsatz. Das Buch erschien in der Übersetzung von Fritz Heymann 1938 beim Verlag Allert de Lange, Amsterdam.
            Das Buch enthält biographische Glossen, Skizzen und Polemiken, die mit je einem Fotodruck der beschriebenen Persönlichkeit versehen sind. Die Beiträge sind nicht wissenschaftlich oder historisch, sondern politisch-ideologisch, journalistisch und von den Leidenschaften des Autors geprägt. Der Beitrag über Trotzki etwa erscheint, um antikommunistischer Agitation und auch persönlicher Schadenfreude über das Schicksal des Revolutionärs Raum zu bieten. Bewunderswert aber sind durch alle Beschreibungen hindurch und in jedem Fall der geschliffene Stil und die Sprachgewandtheit Churchills, womit er seine persönlichen Stellungnahmen übertüncht und als objektive Darstellungen erscheinen lässt.
            Der Übersetzer (1897-1943) war ein jüdischer Schriftsteller, kurzfristig nach dem Krieg (Freiweilliger an der West- und Ostfront) Freikorpsoffizier, nach dem Jusstudium in verschiedenen Firmen tätig. Ab Mitte der Zwanzigerjahre Hinwendung zur Geschichte der Juden; journalistische Tätigkeit auf den Gebieten der Wirtschaftsberichterstattung, aber auch des Feuilletons; seit 1933 im Exil zuerst im Saarland, dann ab 1935 in den Niederlanden, ab 1940 in den Niederlanden im Untergrund, Deportation und Tod. Eine Kampfschrift zur Lage der Juden und ihrer Verbesserung aus dem Jahr 1938 ist nicht mehr erhalten.