Dieses Buch (Kartondeckel und -einband, gut erhalten) stellt Kriegspolitik und -ziele der liberalen Partei in Deutschland im ersten Weltkrieg dar. Naumann (1860-1919, Theologe und Abgeordneter zum Reichstag für die Freisinnige Vereinigung) stellt sich selbst in eine zweifelhafte und widersprüchliche Tradition: antisemitisch einerseits, demokratisch liberal andrerseits, Unterstützung der Jungtürken mit unklarer und verschwommener Haltung gegenüber dem Völkermord an den Armeniern; es verbinden sich in seinen Haltungen und Anschauungen die Errungenschaften der Modernisierung mit den damit einhergehenden Verbrechen.

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