12,5x24, 814 Seiten, blauer Leinenband mit Goldprägung auf Titelseite und Rücken, Leinen und Prägung leicht verblasst, roter Kopfschnitt, hinteres Gelenk angebrochen, Block sauber und fest, insgesamt gutes Exemplar
Im Verlag der militärwissenschaftlichen Mitteilungen erschienen von 1931 bis 1938 sieben Doppelbände (je ein Textbanbd und eine Kassette mit Beilagen) zu den Ereignissen im Ersten Weltkrieg aus der Sicht Österreichs. Herausgegeben wurde das Werk vom österreichischen Bundesministerium für Heereswesen und vom Kriegsarchiv unter der Leitung von Edmund Glaise-Horstenau.
Der vorliegende Band enthält den Textteil und behandelt das Kriegsjahr 1915: „Vom Ausklang der Schlacht bei Limanowa-Łapanów bis zur Einnahme von Brest-Litowsk“. Der Band endet mit den Sommerschlachten gegen Italien.
Edmund Glaise-Horstenau (1882-1946) war ein österreichischer Militär betont nationaler Ausrichtung, erst im Sinne des Reichsgedankens österreichisch-habsburgischer, dann auch nationalsozialistischer Prägung. Er war in der Regierung Schuschniggs ab 1934 Staatsrat, ab 1936 Minister ohne Aufgabenbereich (außer der Verbindung zur NSDAP und deren Beschwichtigung) und 1938 im Kabinett Seyß-Inquarts Vizekanzler. Er war in beiden Weltkriegen im Oberkommando, seit 1944 aber ohne militärische Aufgaben. Er war vorher (1941-1944) in Kroatien „Deutscher bevollmächtigter General“, war aber nach Intervention Ante Pavelićs (wegen Differenzen mit der Ustaša) abberufen worden. In Nürnberg sagte er als Zeuge aus und beging Selbstmord aus Furcht vor einer Auslieferung nach Österreich.