„Erika Haase & Colette Zérah playing Egil Hovland, Varianti per due Pinanoforti, op. 47, und Finn Mortensen, Sonate für zwei Klaviere, op. 26”
           Erschienen ist die Platte mit der Nummer 1 des Labels NM, also als Eigenproduktion von „Ny Musikk“, der norwegischen Sektion der Internationalen Gesellschaft für neue Musik (IGNM, SIMC, ISCM). Diese Sektion besteht seit 1938 (erste Vorsitzende Pauline Hall). Die Komponisten, die auf dieser Platte vorgestellt werden, beziehen sich mit diesen Werken aus dem Jahr 1964 auf Dodekaphonik und serielle Musik und die Avantgarde der Darmstädter Ferienkurse und auch die beiden Pianistinnen waren Teilnehmerinnen der Ferienkurse und als Schülerinnen von Eduard Steuermann, einem Schüler Schönbergs, mit der Moderne in hohem Maße vertraut.
           Egil Hovland (1924-2013) studierte bei Aaron Copland und Luigi Dallapiccola, war ein Meister in allen Stilen, von der Gregorianik bis zur Aleatorik, und einer der bedeutendsten Kirchenmusiker Norwegens.
           Finn Mortensen (1922-1983) war selbst Vorsitzender von NM von 1961 bis 1964 und 1966 bis 1967, Komponist, Hochschullehrer und Musikkritiker, Schüler von Stockhausen.
           Erika Haase (1935-2013) war eine deutsche Pianistin und Klavierpädagogin, der klassischen Moderne ebenso wie der Tradition verpflichtet.
           Colette Zérah, gebürtig aus Tunis, lebt in Paris (verheiratet mit dem Komponisten Pierre Jansen [1930-2015], Schüler von Messiaen und Teilnehmer der Darmstädter Ferienkurse, dann Abkehr von der Avantgarde und Chabrols bevorzugter Komponist für seine Filme), Ausbildung in Paris und Deutschland, Lehrtätigkeit in Oslo, Hannover und früher auch Darmstadt, aktuell bei den Sommerkursen in Moulin d’Andé.
           Cover mit ringwears und Vinyl (160 g) mit leichten Gebrauchsspuren; als kleine Pointe sei der Eigentumsvermerk „ex libris Pechotsch-Feichtinger“ (Kleber auf der Vorderseite des Covers) angeführt: Inge Pechotsch-Feichtinger, Mitarbeiterin der Musiksammlung der österreichischen Nationalbibliothek, veröffentlichte einige Aufsätze zu musikhistorischen Themen.